Was zum Teufel ist Red Tape?


Red Tape = Bürokratie, Papierkrieg. Kommt natülich aus dem Englischen.


Den erleben wir täglich. Davon werden wir hier ein bisschen erzählen. Zum Frustabbau oder so.


Vielleicht auch zum Schmunzeln?


Also, viel Spass beim Lesen.

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Archiv des Monats Dezember 2007

Gibt es den Weihnachtsmann?

am 24. Dezember 2007 unter Allgemein abgelegt

Der Briefwechsel zwischen Virginia O’Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde weltberühmt. Francis P. Church war der Chefredakteur der “Sun” und druckte den Breifwechsel in seiner Zeitung ab. Das erfolgte dann jedes Jar, bis die Zeitung 1950 eingestellt wurde.Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung “Sun” einen Brief: “Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der “Sun” steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?”

Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, dass er selber anwortete – auf der Titelseite der “Sun”:

“Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.

Gewiss, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.

Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein

“Ist das denn auch wahr?” kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.

Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia.

Dein Francis Church. ”

Feuer

am 17. Dezember 2007 unter Beamtenrecht abgelegt

Wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit im Feuerwehrdienst darf 48 Stunden nicht übersteigen
Nach Ansicht des Gerichts darf die wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit im Feuerwehrdienst 48 Stunden nicht übersteigen. Die Verordnung über die Arbeitszeit der Beamten des Feuerwehrdienstes der Gemeinden und Landkreise, die eine wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit von 56 Stunden vorsehe, verstoße gegen Gemeinschaftsrecht (OVG Lüneburg, Urteil vom 30.05.2007, Az.: 5 LC 225/04).
Pech, wenn es nach den 48 Stunden brennt, da kommt die Feuerwehr nicht mehr

Schildbürger

am 12. Dezember 2007 unter Prozessrecht, Strafrecht abgelegt

Ordnungsgeld wegen Tragens einer Schildmütze
Weigert sich ein Angeklagter trotz ausdrücklicher Aufforderung des Richters, seine Schildmütze vom Kopf zu nehmen, so ist es gerechtfertigt, wenn gegen ihn ein Ordnungsgeld verhängt wird (OLG Stuttgart, Beschluss vom 08.05.2007, Az.: 1 Ws 126-127/07).

Ob Udo Lindenberg auch seinen Hut abnehmen muss?

Dauerparker

am 07. Dezember 2007 unter Verkehrsrecht abgelegt

Auch geringfügige Ordnungswidrigkeiten, wie zum Beispiel Parkverstöße, können Zweifel an der Fahreignung begründen und einen Entzug der Fahlerlaubnis nach sich ziehen. Mit dieser Begründung wies das Verwaltungsgericht Berlin den Eilrechtsschutzantrag einer Frau ab, deren Führerschein wegen 300 Parkverstößen in drei Jahren eingezogen wurde (VG Berlin, Beschluss vom 09.05.2007, Az.: VG 11 A 247.07).

Die muss doch eigentlich schon pleite sein?

Frauen an die Macht?

am 04. Dezember 2007 unter Gesellschaftsrecht abgelegt

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag hat einen Vorschlag zur Änderung des Aktiengesetzes eingebracht, der unter anderem vorsieht, dass bis zum Jahr 2012 die Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften mindestens zu 40 Prozent mit Frauen besetzt sein müssen. Ferner plädieren die Bündnisgrünen für entsprechende Sanktionsmöglichkeiten für den Fall der Nichterfüllung der gesetzlichen Frauenquote. So soll eine derartige Pflichtverletzung im schlimmsten Fall zum Entzug der Zulassung zur Börse führen können. Begründet wurde dieser Antrag mit der Männerdominanz in der Privatwirtschaft.

Bin verheiratet, daher kein Kommentar.

Außer vielleicht: Warum nochmal heißt die Privatwirtschaft Privatwirtschaft?