Was zum Teufel ist Red Tape?


Red Tape = Bürokratie, Papierkrieg. Kommt natülich aus dem Englischen.


Den erleben wir täglich. Davon werden wir hier ein bisschen erzählen. Zum Frustabbau oder so.


Vielleicht auch zum Schmunzeln?


Also, viel Spass beim Lesen.

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Archiv des Monats Januar 2009

Lügen?

am 26. Januar 2009 unter Allgemein abgelegt

Der Bundestag hatte im September die Wiedereinführung der Pendlerpauschale abgelehnt. Die CSU votierte trotz ihres Wunsches nach Wiedereinführung gegen den Antrag der Linken. Sie rechtfertigte ihr Abstimmungsverhalten mit dem Argument, den Linken gehe es nicht um die Sache, sondern um ein durchsichtiges taktisches Manöver.

Die Quittung haben sie ja später bekommen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit in Bayern. Merke: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…

So auch die SPD in Hessen. Wer eben vor der Wahl etwas anderes verspricht, wird eben doch, wenn er beim Lügen erwischt wird, vom Wähler bestraft. Und das ist auch gut so.

Polizistenwitz

am 16. Januar 2009 unter Polizeirecht abgelegt

Da gab es doch den Witz:

Polizist mit einem Streifen an der Uniform: kann lesen;
Polizist mit zwei Streifen an der Uniform: kann lesen und schreiben;
Polizist mit drei Streifen an der Uniform: kennt jemanden, der lesen und schreiben kann.

Dieser Tage nun in Berlin:

Wer einen Pkw in einem Haltverbote vor einer Botschaft abstellt, muss mit Abschleppen des Fahrzeugs auch dann rechnen, wenn der Abstellvorgang durch Polizisten beobachtet wurde, die zur Bewachung der Botschaft eingesetzt sind. Polizeibeamte, die zum Schutz von Botschaften eingesetzt sind, können nicht über die Berechtigung zum Parken an dieser Stelle entscheiden (VG Berlin, Urteil vom 30.07.2008, Az.: VG 11 A 320.08).

Die haben wahrscheinlich gar keinen Streifen an der Uniform.

Fundstück

am 12. Januar 2009 unter Zivilrecht abgelegt

Durch Zufall eine Urteilsbegründung gefunden:

LG Stuttgart Urteil vom 12.06.1996, Az: 21 O 519/95, AuSzug:

Die entsprechende Rechtsprechung des BGH ist für das Gericht obsolet. Beim BGH handelt es sich um ein von Parteibuch-Richtern der gegenwärtigen Bonner Koalition dominierten Tendenzbetrieb, der als verlängerter Arm der Reichen und Mächtigen allzu oft deren Interessen zielfördernd in seine Erwägungen einstellt und dabei nicht davor zurückschreckt, Grundrechte zu mißachten, wie kassierende Rechtsprechung des BVerfG belegt.

Die Rechtsprechung des 9. Senats des OLG Stuttgart ist der des BGH konform, ja noch “bankenfreundlicher” sie ist von der (wohl CDU-) Vorsitzenden des Senats bestimmt die der gesellschaftlichen Schicht der Optimaten angehört (Ehemann Arzt) und deren Rechtsansichten evident dem Muster “das gesellschaftliche Sein bestimmt das Rechtsbewußtsein” folgen. Solche RichterInnen haben für “kleine Leute” und deren, auch psychologische Lebenswirklichkeiten kein Verständnis, sie sind abgehoben, akademisch sozialblind, in ihrem rechtlichen Denken tendieren sie von vornherein darwinistisch. “Banken” gehören für sie zur Nomenklatura, ehrenwerte Institutionen, denen man nicht sittenwidriges Handeln zuordnen kann, ohne das bestehende Ordnungsgefüge zu tangieren. Und immer noch spukt in den Köpfen der Oberrichter das ursprüngliche BGH-Schema herum, daß nämlich die sog. Privatautonomie als Rechtsinstitut von Verfassungsrang die Anwendung des § 138 BGB auf Fälle vorliegender Art verbiete, obwohl doch § 138 BGB die Vertragsfreiheit verfassungskonform limitiert.

Gab es 1996 schon PDS-Richter in Stuttgart?

1. Link

am 07. Januar 2009 unter Allgemein abgelegt

Inflation beim Pinkeln